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Worauf muss man beim Kauf eines Holzhauses achten?
Häuser aus Holz haben eine ganze Reihe von Vorteilen: sie sind z.B. umweltfreundlich, denn Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff. Holzhäusern in Skelett-, Rahmen- oder Tafelbauweise sieht man ihre Bauweise zudem oft gar nicht an - von aussen verputzt unterscheiden sie sich kaum von Stein-auf-Stein-Häusern. Bei Holzhäusern gibt es drei unterschiedliche Bauweisen:
Traditionelle Blockhäuser
Die ursprünglichste Art des Holzhauses sind Blockhäuser. In traditioneller Handwerksarbeit von Zimmerleuten gebaut, haben sie eine lange Tradition. Die Wände bestehen aus ganzen, aufeinandergelegten Holzstämmen. So urig wie sie auch sind, Blockhaus-Konstruktionen haben einige Nachteile:
Die große Anzahl von Fugen zwischen den Holzbalken erfordert eine sorgfältige Abdichtung, und weil Holz arbeitet, können mit der Zeit auch neue Fugen entstehen. Die Holzbohlen nehmen Feuchtigkeit auf und trocknen wieder aus - Risse können die Folge sein. Modernere Blockhäuser bestehen nicht nur aus den reinen groben Balken, sondern haben eine mehrschichtigen Wandaufbau, der auch die Rissbildung verringert.
Bei Blockhäusern kommt es im wesentlichen auch auf die Auswahl des richtigen Holzes an. Ideal sind Bäume bzw. Stämme aus dem Norden (z.B. Finnland). da diese langsam gewachsen sind.
Problematisch kann bei Blockhäusern vor allem die Imprägnierung bzw. der Anstrich der Holzbohlen sein. Hier empfiehlt sich ggf. ein baubiologisches Gutachten, um mögliche Schadstoffe im Innenbereich zu messen.
Der Holzständerbau
Die Holzständer- oder Skelettbauweise ist im Prinzip ein modernes Fachwerkhauses. Das großflächige Skelett aus waagerechten Trägern und senkrechten Stützen trägt sämtliche Lasten des Gebäudes. Die Wände können nach dem Aufbau verkleidet oder ausgemauert werden. Der große Vorteil: Weil nur das Skelett statische Funktionen hat, ist der Grundriss sehr variabel und kann auch noch nachträglich geändert werden.
Bei Häusern in Holzständerbauweise ist auf die allgemein üblichen Punkte zu achten, z.B. Einbau der Fenster oder Probleme mit von außen eindringender Feuchtigkeit. Außerdem -bei fast jedem Haus ein Thema- die Qualität der Wärmeisolierung/Dämmung. In Häusern aus dem 50er bis ca. 70er Jahre können gesundsheitsschädliche Dämmstoffe verwendet worden sein, daher empfiehlt sich bei älteren Häusern ebenfalls ein baubiologisches Gutachten.
Rahmen- und Tafelbauweise
Die einzelnen Wandelemente bestehen aus Holzständern, die von einer Seite zum Beispiel mit Span- oder OSB-Platten beplankt sind. Die Platten der Wände versteifen die Konstruktion, die zusammen mit den Decken für statische Stabilität sorgen. Häuser in Rahmenbauweise können “im Werk” vorproduziert werden, daher ist dies die Standardbauweise für sog. “Fertighäuser”.
Für Gebäude in Rahmen- und Tafelbauweise gilt das gleiche wie für Holzständergebäude.
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