Zur Startseite

 

Worauf muss man beim Kauf eines gebrauchten Fertighauses achten?

Fertighäuser in Holzrahmen- bzw. Holzständerbauweise gibt es in Deutschland seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Und gerade die Häuser aus der Zeit bis in die 70er Jahre haben das vorherrschende Bild und die Meinung von Fertighäusern geprägt. Das Image von Fertighäusern war lange eher negativ. Schließlich pfeift da ja der Wind durch die Steckdosen.

Aber keine Angst! Von den “Pappschachteln” der Anfangsjahre sind neuere Häuser in Fertigbauweise kilometerweit entfernt. Gerade auch im Zuge der sich immer weiter verschärfenden gesetzlichen Vorgaben zu Energieeinsparung bei Neubauten wird mimer deutlicher, dass es vor allem die Fertighäuser sind, die diese Vorgaben wesentlich einfacher und kostengünstiger erfüllen als die allseits beliebten Massivhäuser.Fertighaus gebraucht kaufen

Es gibt Schwachstellen

Fertighäuser in Holrahmenbauweise haben zahlreiche Vorteile gegenüber Massivhäusern. Das gilt allerdings nur, wenn das Haus auch nach allen Regeln der Baukunst gebaut wurde. Genau da aber wird es schwierig, denn die Schwachstellen eines Fertighauses sind nicht auf den ersten Blick zu sehen, sondern stecken sozusagen im Inneren des Hauses.

Ein wesentlicher Punkt bei einem Fertighaus, das in seinem Kern -vereinfacht ausgedrückt. in der Regel aus einer Holzkonstruktion und viel Isoliermaterial besteht, ist der Schutz vor Nässe und Feuchtigkeit. Hierzu wird beim Wandaufbau eine sog. Dampfsperrfolie eingebracht. Diese Dampfsperrfolie muss absolut dicht und verklebt sein, denn sonnst kann Feuchtigkeit in das Dämmmaterial und die Holzständerkonstruktion geraten. Das wiederum kann zu Schimmel und Schädlingsbefall führen. Fehler und Mängel bei der Abdichtung beeinträchtigen darüber hinaus auch die ansonsten recht gute Wärmedämmung eines Fertighauses.

Weiterer Schwachpunkt älterer Fertighäuser (Baujahre bis ca. in die Achtzigerjahre) ist die mögliche Belastung mit Holzsschutzmitteln, Klebern und/oder asbesthaltigen Baustoffen (wobei diese Probleme durchaus auch Massivhäuser aus den gleichen Baujahren betreffen; Stichwort “Dachstuhl” und “Geschossdecken”). Wer sicher gehen will, dass das zum Kauf angebotene Fertighaus nicht mit Schadstoffen belastet ist, sollte unbedingt einen Bausachverständigen bzw. Baubiologen zu Rate ziehen. Diese können mit einfachen Messungen eine mögliche Schadstoffbelastung ausmachen und Tipps zur Beseitigung geben. Belastungen durch Formaldehy oder PCP können ggf. durch die Einbringung eines Wollvlieses vermindert bzw. gestoppt werden. Problematischer ist eine Asbestsanierung. Die Kosten hierfür stehen häufig in keinem Verhältnis zum wirtschaflichen Nutzen.

Wenn Sie ein Fertighaus kaufen wollen, das von einem der großen Fertighaushersteller stammt, sollten Sie sich bei Fragen zur Belastung mit Schadstoffen und den Sanierungsmöglichkeiten, direkt an den Hersteller wenden (sofern es diesen noch gibt). Diese Unternehmen wissen am besten, welche Maßnahmen erforderlich sein können und mit welchen Methoden am effektivsten gearbeitet werden kann. Daneben gibt es aber auch Fachfirmen, die sich auf die Sanierung älterer Fertighäuser spezialisiert haben.

Merke:

Wie bei allen anderen gebrauchten Immobilien auch, sollten Sie vor der Unterschrift beim Notar einen Bausachverständigen hinzuziehen, der sich in Ihrem Aufrag auf die Suche nach Mängeln macht. Dieser Bausachverständige sollte nachhaltige Erfahrungen mit Fertighäusern und deren Bauweise haben. Bei älteren Fertighäusern empfiehlt sich zudem eine Begutachtung durch einen Baubiologen, um die Belastung mit Schadstoffen zu prüfen.

Unsere Themen:

Werbung & Anzeigen

Immonet GmbH  

Aktuelle Infos & Meldungen

Nachrichten und Infos

QR-Code der Startseite:

QR-Code der Startseite

Olaf Varlemann (2016)

Praxistipps und Verbraucherinformationen zum Thema Immobilienerwerb. Hierfinden Sie Informationen dazu, was Sie beim Kauf einer Neubauimmobilie oder eines Altbaus wissen sollten.

Startseite - Kontakt - Datenschutz - AGB - Impressum